FS1 Leitbild

FS1- Dein Fernsehen 

FS1 ist das Freie Fernsehen Salzburg. Wir sind Alternative zu ORF und Kommerz.
Produziert von Salzburger*innen für Salzburg. Dein Fernsehen heißt, jede*r kann mitmachen. 
Wir sind werbefrei. Wir sind das Bild von Salzburg, das sonst nicht vorkommt. Wir sind unabhängig. Wir sind das, was die Zivilgesellschaft des Landes interessiert. Wir sind Kunst, Kultur, Jugend, Soziales. Wir sind Salzburger Bands. Wir sind mehrsprachig. Wir sind intelligent. Wir sind ein Programm von vielen für viele.
Und wir bilden Dich zu dem allen aus.


FS1 Werte

Offe­ner Zugang. Bei uns kön­nen alle Fern­se­hen machen, beson­ders jene, die in ande­ren Medi­en unter­re­prä­sen­tiert sind.

Freie Mei­nungs­äu­ße­rung. Fernsehmacher*innen arbei­ten eigen­ver­ant­wort­lich und unzen­siert. Nicht erlaubt sind sexis­ti­sche, ras­sis­ti­sche, gewalt­ver­herr­li­chen­de und demo­kra­tie­feind­li­che Inhal­te, reli­giö­se Pro­pa­gan­da und kom­mer­zi­el­le Wer­bung.

Viel­falt. Unse­re Com­mu­ni­ty, unse­re Koope­ra­tio­nen und unser Pro­gramm spie­geln die gesell­schaft­li­che und sprach­li­che Viel­falt Salz­burgs wider.

Unab­hän­gig­keit. Wir sind unab­hän­gig von staat­li­chen, kom­mer­zi­el­len und reli­giö­sen Insti­tu­tio­nen und poli­ti­schen Par­tei­en.

Gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment. Mit unse­rer Arbeit för­dern wir Selbst­be­stim­mung, Soli­da­ri­tät, Diver­si­tät und Eman­zi­pa­ti­on und wen­den uns gegen jede Form der Dis­kri­mi­nie­rung.

Qua­li­tät & Spaß. Wir fin­den ein Gleich­ge­wicht zwi­schen jour­na­lis­ti­scher und tech­ni­scher Qua­li­tät unse­rer Sen­dun­gen und der Nie­der­schwel­lig­keit im Zugang zu unse­ren Ange­bo­ten. Wir betrei­ben Qua­li­täts­si­che­rung und Pro­gramm­be­ob­ach­tung. Film und Video pro­du­zie­ren macht Spaß. Wir ver­mit­teln die­sen Fun-Fak­tor an alle Betei­lig­ten wei­ter.

Gute Arbeits­be­din­gun­gen. Mit kla­rer Leis­tungs­an­for­de­rung bei fai­rer Bezah­lung von Ange­stell­ten und Hono­rar­kräf­ten stel­len wir uns gegen unsi­che­re Arbeits­ver­hält­nis­se.

FS1 in der Medienlandschaft

Alter­na­tiv. Wir sind wer­be­freie Ergän­zung und unab­hän­gi­ge Alter­na­ti­ve zu öffent­lich-recht­li­chem Rund­funk und pri­vat-kom­mer­zi­el­len Anbie­tern, und erfül­len die „Char­ta Com­mu­ni­ty Fern­se­hen” des VCFÖ (Ver­band Com­mu­ni­ty Fern­se­hen Öster­reich).

Netz­wer­ke. Wir neh­men aktiv und kri­tisch an der regio­na­len, natio­na­len und euro­pa­wei­ten Medi­en- und Kul­tur­po­li­tik teil. Dafür enga­gie­ren wir uns in Inter­es­sen­ver­tre­tun­gen, wo wir unse­re Wer­te ein­brin­gen.

Euro­pa. FS1 för­dert den Gedan­ken eines star­ken, eini­gen und soli­da­ri­schen Euro­pas und unter­stützt die Zie­le und Wer­te der Euro­päi­schen Uni­on. Der Sen­der tritt für einen kla­ren, gesetz­lich ver­an­ker­ten Auf­trag an Com­mu­ni­ty Medi­en auf natio­na­ler und euro­päi­scher Ebe­ne ein.

FS1 ist Unternehmen & NGO

FS1 ist Medi­en­un­ter­neh­men und Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on (NGO). Wir sind Teil, Spie­gel und Medi­um der Zivil­ge­sell­schaft des Bun­des­lan­des Salz­burg und angren­zen­der Regio­nen in Öster­reich und Deutsch­land.
Orga­ni­siert als gemein­nüt­zi­ge GmbH im Eigen­tum der Frei­en Sze­ne und dem „Ver­ein der Sendungsmacher*innen” sind wir Platt­form für auto­no­me, unab­hän­gi­ge Medi­en­pro­duk­tio­nen.
Wir sind zusätz­lich selbst Medi­en­pro­du­zent und Kul­tur­stät­te mit Schwer­punkt Fern­se­hen.
Unse­re Gesellschafter*innen unter­stüt­zen unse­re Zie­le. Sie tei­len unse­re Wer­te und brin­gen Inter­es­se für TV-Pro­duk­ti­on ein.

FS1 ist Community-TV

Aus­bil­dungs­fern­se­hen. Als Fern­se­hen pro­du­zie­ren wir viel­fäl­ti­ge TV-For­ma­te wie Berich­te, Kom­men­ta­re, Repor­ta­gen, Musik­vi­de­os und Aus­bil­dungs­for­ma­te, in denen wir Volontär*innen qua­li­fi­zie­ren.

Com­mu­ni­ty­fern­se­hen. Unse­re unab­hän­gi­gen und unbe­zahl­ten Sendungsmacher*innen im „Offe­nen Zugang” — jede/r darf mit­ma­chen! — reprä­sen­tie­ren den Kern­ge­dan­ken von FS1. Sie sind wesent­li­cher Teil unse­res Pro­gramms für gemein­sa­mes Medi­en­ma­chen. Wir fol­gen dem his­to­ri­schen Kon­zept der Selbst­er­mäch­ti­gung nach Ber­told Brecht: Jede*r Rezipient*in soll auch Produzent*in sein kön­nen. Wir ver­mit­teln pro­fes­sio­nel­les, kri­ti­sches Pro­du­zie­ren und ein­fa­che Teil­ha­be für Men­schen, die kei­nen Zugang zu Wis­sen und Tech­nik haben. Die Ange­stell­ten von FS1 coa­chen die­se Com­mu­ni­ty.

Koope­ra­tio­nen. Für unse­re Partner*innen — von Kul­tur­stät­ten, Sozi­al­be­trie­ben bis zu Stadt und Land Salz­burg — bie­ten wir qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Betreu­ung in Pro­jek­ten und Koope­ra­tio­nen.
Beson­de­rer Schwer­punkt ist das Salz­bur­ger Film­schaf­fen. Wir för­dern es in Pro­jek­ten und bie­ten ihm im Pro­gramm Flä­chen.

Jour­na­lis­mus. Wir sind sorg­fäl­ti­ger, unab­hän­gi­ger und unbe­que­mer Bericht­erstat­tung nach den Richt­li­ni­en des öster­rei­chi­schen Pres­se­rats ver­pflich­tet und ver­mit­teln frei­wil­lig des­sen Qua­li­täts­kri­te­ri­en.

FS1 ist Medienbildung

Alle Betei­lig­ten wer­den in unse­rem pra­xis­be­zo­ge­nen Work­shop­an­ge­bot „Aca­de­my” qua­li­fi­ziert. Gemein­sam mit unse­rem Mit­ei­gen­tü­mer Radio­fa­brik ist FS1 der größ­te Anbie­ter für Medi­en­bil­dung und Medi­en­kom­pe­tenz­ver­mitt­lung im Bun­des­land und einer der größ­ten öster­reich­weit.
Die gesam­te Aca­de­my steht der Bevöl­ke­rung Salz­burgs offen. Wir ent­wi­ckeln und för­dern Ange­bo­te für Kin­der, Jugend­li­che, Erwach­se­ne und älte­re Men­schen in schu­li­schen und außer­schu­li­schen Bil­dungs­an­ge­bo­ten. Medi­en wer­den nicht nur pro­du­ziert, son­dern auch kri­tisch hin­ter­fragt.
Ein gro­ßer, dyna­mi­scher Pool an Referent*innen ist Vor­aus­set­zung für die­sen erfolg­rei­chen Work­shop-Betrieb.

Netz­wer­ke. Wir arbei­ten auf natio­na­ler Ebe­ne mit COM­MIT (Com­mu­ni­ty Medi­en Insti­tut) zusam­men. Als regio­na­ler Part­ner stär­ken wir des­sen Tätig­kei­ten und brin­gen Wis­sen ein. Unse­re Aus­bil­dungs­or­ga­ni­sa­ti­on ACoRT — wel­che die „Aca­de­my” in unse­rem Auf­trag umsetzt — ist loka­ler Ausbildungspartner*in. Die Zusam­men­ar­beit mit wei­te­ren Bil­dungs­or­ga­ni­sa­tio­nen wird von uns gesucht und geför­dert.

FS1 ist Sender

Ver­brei­tet wird FS1 im Kabel regio­nal, öster­reich­weit per IPTV. Als Netz­pro­jekt stel­len wir On-Demand-Diens­te für unse­re Inhal­te zur Ver­fü­gung und neh­men gemein­sam mit wei­te­ren nicht-kom­mer­zi­el­len Sen­dern an tech­no­lo­gi­schen Ent­wick­lun­gen zu neu­en Ver­brei­tungs­we­gen teil.

Netz­wer­ke. Im Sen­der­ver­bund der natio­na­len und inter­na­tio­na­len Com­mu­ni­ty Medi­en stel­len wir kos­ten­frei unse­re Pro­duk­tio­nen zur Ver­fü­gung und über­neh­men Sen­dun­gen ande­rer Sen­der in unser Pro­gramm.

FS1 ist Publikum

Als wer­be­frei­er Sen­der braucht FS1 kei­ne Quo­ten, um Wer­bung zu ver­kau­fen. Das Publi­kum, die Seher*innen im Fern­se­hen und wei­te­ren Ver­brei­tungs­we­gen sind FS1 wich­tig, um Rele­vanz und Reich­wei­te für das Pro­gramm zu errei­chen und um für sei­ne Pro­du­zie­ren­den attrak­tiv zu sein.
Wir beschäf­ti­gen uns mit Wirk­sam­keit von FS1 auf das Publi­kum, und befas­sen uns mit des­sen Bedürf­nis­sen. Dazu set­zen wir Mar­ke­ting-Initia­ti­ven, um FS1 so bekannt wie mög­lich zu machen, und unser Publi­kum zum Mit­ma­chen zu bewe­gen.

FS1 ist stabiler Betrieb und guter Arbeitgeber

Geld. Gemein­sam mit den För­der­ge­bern von Bund, Stadt und Land Salz­burg und über Pro­jek­te ist FS1 ein finan­zi­ell sta­bi­ler und lang­fris­tig plan­ba­rer Betrieb. Ziel ist Erhal­tung und Aus­bau von FS1 und von öster­rei­chi­schen Com­mu­ni­ty Medien.Dafür wer­den För­der­ge­ber – von zustän­di­gen Beamt*innen bis zur Poli­tik – von Ent­wick­lungs­pro­zes­sen infor­miert und ein­ge­bun­den. Eigen­wirt­schaft, unab­hän­gig von För­de­run­gen, ist wich­ti­ges Stand­bein. Die Viel­falt unse­rer Finan­zie­run­gen gewähr­leis­tet unse­re Unab­hän­gig­keit.

Arbeit. Die ange­stell­ten und frei­en Mitarbeiter*innen von FS1 sind wesent­lich für die Umset­zung der Zie­le und Wer­te des Unter­neh­mens. Siche­re Arbeits­plät­ze, fai­re Bezah­lung, Mög­lich­kei­ten zur Wei­ter­bil­dung und ein gutes Betriebs­kli­ma – wel­ches von Humor bei gleich­zei­ti­gem Respekt geprägt ist – wer­den ange­strebt.
Hohe Eigen­ver­ant­wor­tung in den über­tra­ge­nen Auf­ga­ben besteht bei koope­ra­ti­vem Füh­rungs­stil: Ent­schei­dun­gen fal­len unter Ein­be­zie­hung der Betrof­fe­nen.
Das Image und Kli­ma von FS1 moti­viert die Arbeitnehmer*innen.

FS1 Herausforderungen

Ver­än­de­rung TV durch Inter­net. Die „Dis­rup­ti­on” linea­rer Medi­en — die Zer­stö­rung der Geschäfts­fel­der von Fern­seh- und Radio­sen­dern durch das Inter­net — ver­än­dert die Medi­en­bran­che.
Com­mu­ni­ty Medi­en wie FS1 sind nur teil­wei­se betrof­fen. Wir sind nicht von Wer­be­er­lö­sen abhän­gig. Unse­re viel­fäl­ti­gen Inhal­te, deren Mög­lich­kei­ten klas­sisch line­ar nur schlecht aus­ge­schöpft wer­den kön­nen, berei­ten uns bes­ser für moder­ne On-Demand-Ange­bo­te vor. Die­se set­zen wir schon heu­te ein.
Das Feh­len gro­ßer, gemein­nüt­zi­ger euro­päi­scher Video­platt­for­men als Alter­na­ti­ve zu kom­mer­zi­el­len US-ame­ri­ka­ni­schen Inter­net­diens­ten ist Her­aus­for­de­rung. Die Teil­nah­me an Initia­ti­ven zur Behe­bung die­ser Abhän­gig­kei­ten ist Zukunfts­pro­jekt für FS1.

Quan­ti­tät ver­sus Qua­li­tät. FS1 sen­det — bedingt durch die Richt­li­ni­en des „Nicht­kom­mer­zi­el­len Rund­funk­fonds” (NKRF) als unse­re größ­te Finan­zie­rung — min­des­tens sie­ben Stun­den neu­es Pro­gramm pro Woche. Die­ses Volu­men senkt die Qua­li­tät zulas­ten der Quan­ti­tät. Die Richt­li­ni­en des NKRF zu ver­än­dern und dadurch mehr auf Qua­li­tät set­zen zu kön­nen, ist uns ein Anlie­gen.

Diver­si­tät. Die bes­se­re Abbil­dung der Diver­si­tät in der Gesell­schaft Salz­burgs im Pro­gramm und Team des Sen­ders ist Auf­ga­be für FS1.

Fair Pay. FS1 unter­stützt die Fair-Pay-Initia­ti­ve für Min­dest­löh­ne von ange­stell­ten Mitarbeiter*innen in Kul­tur­stät­ten. Im „Kul­tur­ent­wick­lungs­plan” des Lan­des Salz­burg ist die­ses Prin­zip eben­falls for­mu­liert. Heu­te kann FS1 die­se Min­dest­löh­ne nicht bezah­len. Die Finan­zie­rung und Umset­zung von Fair-Pay als sozia­ler Stan­dard ist für FS1 ein wesent­li­ches Vor­ha­ben für die Zukunft.

Bekannt­heit. Außer­halb unse­rer Com­mu­nities ist FS1 zu wenig bekannt. Die Behe­bung die­ses Defi­zits in der Bevöl­ke­rung bedarf lang­fris­ti­ger Anstren­gun­gen im Mar­ke­ting des Sen­ders.

Poli­ti­sche Risi­ken. Das Erstar­ken von Rechts­po­pu­lis­mus und Rechts­ex­tre­mis­mus in Öster­reich, Euro­pa und welt­weit wider­spricht den Zie­len und Wer­ten von FS1 und Com­mu­ni­ty Medi­en.
Dem­entspre­chend wur­den — Bei­spiel Ungarn — Lizen­zen und Finan­zie­rungs­grund­la­gen für Freie Medi­en bereits ent­zo­gen. Sich die­ser Ent­wick­lung beson­ders auf loka­ler und regio­na­ler Ebe­ne ent­ge­gen­zu­stel­len, Wer­te wie Bil­dung, Huma­ni­tät, Soli­da­ri­tät, Welt­of­fen­heit und beson­ders den offe­nen media­len Dis­kurs als Grund­la­ge einer demo­kra­ti­schen Gesell­schaft statt­des­sen zu ver­mit­teln, ist zen­tra­le Her­aus­for­de­rung von FS1.
(Leit­bild 072018)


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