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Fair Pay für Kulturarbeit | Auch & gerade in der Krise

Auch und gera­de in der Kri­se sehen wir, wie wich­tig es ist, die Arbeit von Künstler*innen fair zu ent­loh­nen! Auch Kul­tur­ar­beit ist Arbeit. 

Der Dach­ver­band Salz­bur­ger Kul­tur­stät­ten – er ver­tritt aktu­ell 78 zeit­ge­nös­si­sche Kul­tur­ver­ei­ne in Stadt und Land Salz­burg – hat die aktu­el­le Debat­te »Fair-pay für Kul­tur­ar­beit« zum Anlass genom­men, sei­ne Mit­glie­der erst­mals zu befra­gen: Wie hoch ist die Dif­fe­renz zwi­schen der­zei­ti­gen Lohn- & Gehalts­sche­ma und einer Ent­loh­nung nach dem »fair-pay«-Schema der IG Kul­tur Öster­reich in den Salz­bur­ger Kul­tur­stät­ten?
Stich­tag der Erhe­bung war der Per­so­nal­stand per 1. Dezem­ber 2019.

Von den 78 befrag­ten Mit­glieds­ver­ei­nen haben 43 Kul­tur­in­itia­ti­ven im Bun­des­land Salz­burg – also rund 55% – Per­so­nal fix ange­stellt. Die erho­be­nen Zah­len bezie­hen sich auf 270 Mitarbeiter*innen, die in unter­schied­li­chem Aus­maß (20 – 40 Wochen­stun­den) in den zeit­ge­nös­si­schen Kul­tur­stät­ten zum Stich­tag beschäf­tigt waren.

Wür­den die­se Salz­bur­ger Kul­tur­ver­ei­ne ihr Per­so­nal nach dem »fair pay«-Schema der IG Kul­tur ent­loh­nen, ent­steht ein finan­zi­el­ler Mehr­be­darf von EUR 2.341.605.

Von den 43 Kul­tur­in­itia­ti­ven, die Per­so­nal beschäf­ti­gen, bezah­len sechs (also 14%) nach dem »fair pay«-Schema, haben also zum Stich­tag 1. Dezem­ber 2019 theo­re­tisch kei­nen För­der-Mehr­be­darf für ihr beschäf­tig­tes Personal.

Damit ist es dem Dach­ver­band Salz­bur­ger Kul­tur­stät­ten erst­mal gelun­gen, eine reprä­sen­ta­ti­ve Bedarfs­zahl für ein Bun­des­land zu berech­nen. Zusätz­lich hat der Dach­ver­band Salz­bur­ger Kul­tur­stät­ten erho­ben, dass es der­zeit einen Mehr­be­darf von rund 18 Stel­len (in unter­schied­li­chem Stun­den­aus­maß) in den zeit­ge­nös­si­schen Kul­tur­stät­ten gibt – mit noch­mals einem Finanz­be­darf von EUR 421.224.

Die­se Salz­bur­ger Erhe­bung ist als eine ers­te Annä­he­rung zu ver­ste­hen – nicht in die Erhe­bung ein­ge­flos­sen sind etwa der Mehr­be­darf jener Kul­tur­stät­ten in Salz­burg, die nicht Mit­glied der loka­len Inter­es­sen­ver­tre­tung sind oder aber auch die Fehl­be­trä­ge einer fai­ren Ent­loh­nung bei den Künstler*innen-Honoraren. Kul­tur­po­li­ti­sches Ziel ist hier die Ein­füh­rung von Honoraruntergrenzen.

Der Dach­ver­band Salz­bur­ger Kul­tur­stät­ten weist des­halb noch ein­mal auf die For­de­rung der IG Kul­tur Öster­reich hin: Als ers­ten Schritt in Rich­tung »Fair-pay« soll­te die Bun­des­re­gie­rung daher eine öster­reich­wei­te Erhe­bung beauf­tra­gen, die ana­ly­siert wie groß die Kluft zwi­schen ech­tem »Fair-pay« und den tat­säch­li­chen Zustän­den in den unab­hän­gi­gen Kul­tur­ein­rich­tun­gen und Ver­ei­nen ist.

FS1 als Salz­bur­ger Kul­tur­ein­rich­tung unter­stützt die Fair Pay-Initia­ti­ve der Inter­es­sens­ge­mein­schaft Kul­tur (IG Kul­tur) und des Dach­ver­bands Salz­bur­ger Kul­tur­stät­ten.


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