Verband & Charta

VCFÖ — Verband Community Fernsehen Österreich

Logos Okto, dorf, FS1 in 3D

1140 Wien, Miss­in­dorf­stras­se 21/12
ZVR 211401517, -> Abfra­ge ZVR

Der VCFÖ (Ver­band Com­mu­ni­ty Fern­se­hen Öster­reich) ist die Inter­es­sen­ver­tre­tung für Com­mu­ni­ty TV´s in Öster­reich.

Der Ver­band hat drei Mit­glie­der (dorf, OKTO und FS1) und hat sei­nen Sitz in Wien.

Die Mit­glie­der ver­pflich­ten sich u.a. zur Ein­hal­tung der Char­ta für Com­mu­ni­ty Fern­se­hen in Öster­reich.

Obmann: Alf Alten­dorf (FS1)
Schrift­füh­rer: Otto Tre­metz­ber­ger (dorf)
Kas­sier: Chris­ti­an Jung­wirth (Okto)

Der VCFÖ ist Mit­glied im CMFE (Com­mu­ni­ty Media Forum Euro­pe).


Charta für Community Fernsehen in Österreich

Ana­log zur Char­ta der Öster­rei­chi­schen Frei­en Radi­os defi­niert die nach­fol­gen­de Char­ta für Com­mu­ni­ty Fern­se­hen Öster­reich die wesent­li­chen inhalt­li­chen und pro­gramm­li­chen Leit­li­ni­en für FS1.

Grund­sät­ze
Com­mu­ni­ty TVs sind unab­hän­gi­ge, gemein­nüt­zi­ge, nicht­kom­mer­zi­el­le und auf kom­mu­ni­ka­ti­ven Mehr­wert aus­ge­rich­te­te Orga­ni­sa­tio­nen, die einen all­ge­mei­nen und frei­en Zugang zu Sen­de­flä­chen für Rund­funk­ver­an­stal­tun­gen bereit­stel­len, um die freie Mei­nungs­äu­ße­rung zu för­dern. Als drit­te Säu­le der Rund­funk­land­schaft neben öffent­lich- recht­li­chen und pri­vat-kom­mer­zi­el­len Rund­funk­ver­an­stal­te­rIn­nen erwei­tern Com­mu­ni­ty TVs die Mei­nungs­viel­falt.

Offe­ner Zugang & Public Access
Com­mu­ni­ty TVs geben allen Per­so­nen und Grup­pen inner­halb des gesetz­li­chen Rah­mens die Mög­lich­keit zur unzen­sier­ten Mei­nungs­äu­ße­rung und Infor­ma­ti­ons­ver­mitt­lung. Vor­rang haben dabei sozia­le, kul­tu­rel­le und eth­ni­sche Min­der­hei­ten sowie sol­che Per­so­nen und Grup­pen, die wegen ihrer gesell­schaft­li­chen Mar­gi­na­li­sie­rung oder sexis­ti­schen oder ras­sis­ti­schen Dis­kri­mi­nie­rung in den Medi­en kaum oder nicht zu Wort kom­men.

Par­ti­zi­pa­ti­on
Com­mu­ni­ty TVs stel­len Trainings‑, Pro­duk­ti­ons- und Ver­tei­lungs­mög­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung. Sie bil­den Platt­for­men loka­ler und (über-)regionaler Musik‑, Kunst- und Kul­tur­pro­duk­ti­on für gesell­schafts­po­li­ti­sche Initia­ti­ven und für gesell­schaft­lich oder medi­al mar­gi­na­li­sier­te Com­mu­nities. Sie laden ihre Zuseher*innen zur akti­ven Betei­li­gung ein, spie­geln die gesell­schaft­li­che, kul­tu­rel­le und sprach­li­che Viel­falt ihrer Aus­strah­lungs­ge­bie­te wider und för­dern den inter­kul­tu­rel­len Dia­log.

Gemein­nüt­zig­keit & Nicht­kom­mer­zia­li­tät
Com­mu­ni­ty TVs sind kein Pri­vat­ei­gen­tum eines/r Ein­zel­nen, son­dern sind gemein­sam von ihren Nutzer*innen getra­ge­ne Orga­ni­sa­ti­ons­for­men, die vor allem dem Prin­zip der Gemein­nüt­zig­keit unter­lie­gen. Ihre Tätig­keit ist nicht auf Gewinn aus­ge­rich­tet und ver­folgt das Prin­zip eines nicht­kom­mer­zi­el­len Rund­funk­ver­an­stal­ters ohne kom­mer­zi­el­le Pro­dukt­wer­bung. Um die Exis­tenz und Unab­hän­gig­keit gewähr­leis­ten zu kön­nen, braucht es eine Diver­si­fi­zie­rung der Ein­nah­me­quel­len. Die Finan­zie­rung erfolgt durch Eigen­leis­tun­gen wie Pro­jek­te oder Koope­ra­tio­nen, öffent­li­che För­de­run­gen, Mit­glieds­bei­trä­ge und Spen­den oder auch Spon­so­ring.

Trans­pa­renz & Offen­heit
In Com­mu­ni­ty TVs sind die Orga­ni­sa­ti­on und die Aus­wahl­kri­te­ri­en für Send­ein­hal­te durch­schau­bar und nach­prüf­bar zu hal­ten. Die Träger*innen von Com­mu­ni­ty TVs hand­ha­ben ihr Manage­ment, ihre Pro­gramm­ge­stal­tung und ihre Beschäf­ti­gungs­pra­xis so, dass sie jede Form der Dis­kri­mi­nie­rung aus­schließt. Sie sind dabei gegen­über allen Unterstützer*innen, dem Per­so­nal und den ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­te­rIn­nen offen und ver­ant­wort­lich. Sie för­dern die Mit­wir­kung von Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund und Frau­en in allen Berei­chen.

Lokal­be­zug & regio­na­le Ent­wick­lung
Com­mu­ni­ty TVs ver­ste­hen sich als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel im loka­len und regio­na­len Raum und unter­stüt­zen die regio­na­le Ent­wick­lung. Damit fun­gie­ren Com­mu­ni­ty TVs auch als för­dern­de Platt­for­men für regio­nal­be­zo­ge­ne Kunst- und Kul­tur­schaf­fen­de, in denen es für Künstler*innen Auf­tritts- und Ver­brei­tungs­mög­lich­kei­ten gibt. Dar­über hin­aus fin­det eine Aus­ein­an­der­set­zung mit über­re­gio­na­len und inter­na­tio­na­len The­men statt. Com­mu­ni­ty TVs arbei­ten aktiv zusam­men, z.B. durch Pro­gramm­aus­tausch oder die gemein­sa­me Rea­li­sie­rung von media­len, kul­tu­rel­len, künst­le­ri­schen oder gesell­schafts­po­li­ti­schen Pro­jek­ten.

Unab­hän­gig­keit
Com­mu­ni­ty TVs sind im Besitz, in der Orga­ni­sa­ti­ons­form, in der Her­aus­ga­be und in der Pro­gramm­ge­stal­tung unab­hän­gig von staat­li­chen, kom­mer­zi­el­len und reli­giö­sen Insti­tu­tio­nen und poli­ti­schen Par­tei­en.

Gesell­schafts­po­li­ti­scher Anspruch
Com­mu­ni­ty TVs för­dern eine selbst­be­stimm­te, soli­da­ri­sche und eman­zi­pa­to­ri­sche Gesell­schaft. Sie wen­den sich gegen jede Form der Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund von Geschlecht oder sexu­el­ler Ori­en­tie­rung, Her­kunft, Abstam­mung, Haut­far­be oder Eth­nie, reli­giö­ser oder poli­ti­scher Anschau­ung, auf­grund kör­per­li­cher oder geis­ti­ger Fähig­kei­ten, sozia­ler Her­kunft, Spra­che oder Alter. Sie tre­ten für freie Mei­nungs­äu­ße­rung, Mei­nungs­viel­falt, Gleich­be­rech­ti­gung, Men­schen­wür­de und Demo­kra­tie ein.


Die Tätig­kei­ten der öster­rei­chi­schen Com­mu­ni­ty TVs fol­gen der Emp­feh­lung des Euro­pa­rats an die Mit­glied­staa­ten für Medi­en­plu­ra­lis­mus

Fs1 Corona

FS1 in der Corona-Krise

Liebe Community,

wir nehmen die Corona-Krise sehr ernst. Deshalb ist das FS1-Office ab sofort geschlossen.

Der Sendebetrieb wird wie gewohnt fortgesetzt.

Alle FS1-Mitarbeiter*innen sind via E-Mail im Home-Office erreichbar, der Equipmentverleih ist ab sofort online möglich.

Außerdem starten wir ab sofort #HomeOnAir und #EventOnAir.