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  • Deine Charta für Community Medien in Österreich

    Deine Charta für Community Medien in Österreich

Verband Community Fernsehen Österreich

VCFÖ - Verband Community Fernsehen Österreich
1140 Wien, Missindorfstrasse 21/12
ZVR 211401517, -> Abfrage ZVR
Statuten: VCFOE-Statuten2013.PDF

FS1 ist Mitglied im VCFÖ (Verband Community Fernsehen Österreich), der Interessensvertretung für Community TV´s in Österreich. Der Verband hat momentan drei Mitglieder (dorf, OKTO und FS1) und hat seinen Sitz in Wien.
Vorsitz erfolgt nach Rotation (Vorsitz lt. GV 17.10.2013 Okto) 

Die Mitglieder verpflichten sich u.a. zur Einhaltung der Charta für Community Fernsehen in Österreich.
Der VCFÖ ist Mitglied im CMFE (Community Media Forum Europe).

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Charta für Community Fernsehen in Österreich

(Charta für Community Fernsehen Österreich, PDF)

Charta für Community Fernsehen in Österreich

Analog zur Charta der Österreichischen Freien Radios definiert die nachfolgende Charta für Community Fernsehen Österreich die wesentlichen inhaltlichen und programmlichen Leitlinien für FS1.

Grundsätze
Community TVs sind unabhängige, gemeinnützige, nichtkommerzielle und auf kommunikativen Mehrwert ausgerichtete Organisationen, die einen allgemeinen und freien Zugang zu Sendeflächen für Rundfunkveranstaltungen bereitstellen, um die freie Meinungsäußerung zu fördern. Als dritte Säule der Rundfunklandschaft neben öffentlich- rechtlichen und privat-kommerziellen RundfunkveranstalterInnen erweitern Community TVs die Meinungsvielfalt.

Offener Zugang & Public Access
Community TVs geben allen Personen und Gruppen innerhalb des gesetzlichen Rahmens die Möglichkeit zur unzensierten Meinungsäußerung und Informationsvermittlung. Vorrang haben dabei soziale, kulturelle und ethnische Minderheiten sowie solche Personen und Gruppen, die wegen ihrer gesellschaftlichen Marginalisierung oder sexistischen oder rassistischen Diskriminierung in den Medien kaum oder nicht zu Wort kommen.

Partizipation
Community TVs stellen Trainings-, Produktions- und Verteilungsmöglichkeiten zur Verfügung. Sie bilden Plattformen lokaler und (über-)regionaler Musik-, Kunst- und Kulturproduktion für gesellschaftspolitische Initiativen und für gesellschaftlich oder medial marginalisierte Communities. Sie laden ihre ZuseherInnen zur aktiven Beteiligung ein, spiegeln die gesellschaftliche, kulturelle und sprachliche Vielfalt ihrer Ausstrahlungsgebiete wider und fördern den interkulturellen Dialog.

Gemeinnützigkeit & Nichtkommerzialität
Community TVs sind kein Privateigentum eines/r Einzelnen, sondern sind gemeinsam von ihren NutzerInnen getragene Organisationsformen, die vor allem dem Prinzip der Gemeinnützigkeit unterliegen. Ihre Tätigkeit ist nicht auf Gewinn ausgerichtet und verfolgt das Prinzip eines nichtkommerziellen Rundfunkveranstalters ohne kommerzielle Produktwerbung. Um die Existenz und Unabhängigkeit gewährleisten zu können, braucht es eine Diversifizierung der Einnahmequellen. Die Finanzierung erfolgt durch Eigenleistungen wie Projekte oder Kooperationen, öffentliche Förderungen, Mitgliedsbeiträge und Spenden oder auch Sponsoring.

Transparenz & Offenheit
In Community TVs sind die Organisation und die Auswahlkriterien für Sendeinhalte durchschaubar und nachprüfbar zu halten. Die TrägerInnen von Community TVs handhaben ihr Management, ihre Programmgestaltung und ihre Beschäftigungspraxis so, dass sie jede Form der Diskriminierung ausschließt; sie sind dabei gegenüber allen UnterstützerInnen, dem Personal und den ehrenamtlichen MitarbeiterInnen offen und verantwortlich. Sie fördern die Mitwirkung von Menschen mit Migrationshintergrund und Frauen in allen Bereichen.

Lokalbezug & regionale Entwicklung
Community TVs verstehen sich als Kommunikationsmittel im lokalen und regionalen Raum und unterstützen die regionale Entwicklung. Damit fungieren Community TVs auch als fördernde Plattformen für regionalbezogene Kunst- und Kulturschaffende, in denen es für KünstlerInnen Auftritts- und Verbreitungsmöglichkeiten gibt. Darüber hinaus findet eine Auseinandersetzung mit überregionalen und internationalen Themen statt. Community TVs arbeiten aktiv zusammen, z.B. durch Programmaustausch oder die gemeinsame Realisierung von medialen, kulturellen, künstlerischen oder gesellschaftspolitischen Projekten.

Unabhängigkeit
Community TVs sind im Besitz, in der Organisationsform, in der Herausgabe und in der Programmgestaltung unabhängig von staatlichen, kommerziellen und religiösen Institutionen und politischen Parteien.

Gesellschaftspolitischer Anspruch
Community TVs fördern eine selbstbestimmte, solidarische und emanzipatorische Gesellschaft. Sie wenden sich gegen jede Form der Diskriminierung aufgrund von Geschlecht oder sexueller Orientierung, Herkunft, Abstammung, Hautfarbe oder Ethnie, religiöser oder politischer Anschauung, aufgrund körperlicher oder geistiger Fähigkeiten, sozialer Herkunft, Sprache oder Alter. Sie treten für freie Meinungsäußerung, Meinungsvielfalt, Gleichberechtigung, Menschenwürde und Demokratie ein.

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