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Dachverband Kultur | Das lange Leben der Nazi-Relikte

Bereits 1994 erreg­te eine ers­te Kunst­ak­ti­on des Münch­ner Künst­lers Wolf­ram Kast­ner am Salz­bur­ger Kom­mu­nal­fried­hof beim »Krie­ger­denk­mal« Auf­se­hen: Er schnitt die Kranz­schlei­fe der Kame­rad­schaft IV, eines rechts­extre­men SS-Tra­di­ti­ons­ver­ei­nes, ab. Poli­zei­ein­satz, Bom­ben­dro­hung und Straf­an­zei­ge gegen den Künst­ler waren die Fol­gen. Es dau­er­te ins­ge­samt über 40 Jah­re, bis die­ses »Krie­ger­denk­mal« 2025 kon­tex­tua­li­siert wurde.

Bis heu­te erin­nern dut­zen­de klei­ne­re und grö­ße­re Tafeln, Skulp­tu­ren, Kunst­in­stal­la­tio­nen oder Wand­ge­mäl­de an die Jah­re der NS-Ter­ror­herr­schaft in Salz­burg. Oft ver­steckt, aber immer noch prä­sent im Stadt­bild, sie sind auch Spie­gel­bild der öster­rei­chi­schen »Ver­leug­nen – Ver­de­cken – Verstecken«-Erinnerungspolitik der letz­ten Jahrzehnte.

Wie sieht es aktu­ell mit die­sen »Erin­ne­rungs­stü­cken« der NS-Herr­schaft in der Stadt Salz­burg aus? Vor allem: Was tun?

Nach einer kur­zen Werk­schau von Wolf­ram Kast­ner diskutieren:

Wolf­ram Kast­ner (Künst­ler)
Lud­wig Laher (Autor)
Ber­na­dette Edt­mai­er (His­to­ri­ke­rin, Buch­au­to­rin »Erin­nern — Stadt — Ver­ges­sen«)
Mode­ra­ti­on: Tho­mas Neuhold


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