Wenige Wochen nach dem „Anschluss“ Österreichs an das deutsche Reich nationalsozialistische Diktatur fand am 30. April 1938 in der Stadt Salzburg – in Nachahmung der Nazi-Bücherverbrennungen von 1933 – eine groß inszenierte Bücherverbrennung statt. Der Salzburger Lehrer und NS-Funktionär Karl Springenschmid wählte nicht zufällig den zentralen Residenzplatz neben dem Dom aus, um rund 1.200 Bücher von jüdischen und katholischen Autoren auf einem Scheiterhaufen vernichten zu lassen.
Seit Jahren finden Veranstaltungen in Erinnerung an die Salzburger Bücherverbrennung statt – organisiert von der Initiative Freies Wort (Tomas Friedmann, Albert Lichtblau, Karl Müller – ausgezeichnet mit dem Kulturfondspreis 2025) gemeinsam mit Kooperationspartnern zu einem bestimmten Thema, das eine Brücke von damals zu heute schlägt. Nach z.B. „Zivilcourage“, „Wahrheit“, „Widerstand“, „Freiheit“ und „Hoffnung“ widmet sich die Veranstaltung 2026 dem Thema „Recht und Gerechtigkeit“. Darüber diskutieren auf der Bühne der Alten Residenz die Historikerin Linda Erker, die Schriftstellerin Sasha Marianna Salzmann und der Jurist Franz-Stefan Meissel mit Moderator Günther Kaindlstorfer. Musik: Sophie Abraham (Cello).

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