1.8.6

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MOzarteum | Elfriede Jelinek: Das schweigende Mädchen

Der NSU-Pro­zess stellt das größ­te Straf­ver­fah­ren gegen rechts­extre­me Gewalt seit dem Zwei­ten Welt­krieg dar. Bericht­erstat­ter beschrei­ben die ins­ge­samt 438 Ver­hand­lungs­ta­ge als „Tie­fen­boh­rung in die deut­sche Gesell­schaft“. Nach dem Pro­zess­be­ginn im Jahr 2013 schreibt Elfrie­de Jeli­nek mit „Das schwei­gen­de Mäd­chen“ gegen das hart­nä­cki­ge Schwei­gen der Haupt­an­ge­klag­ten Bea­te Zsch­ä­pe an und reflek­tiert uner­müd­lich den Umgang von Jus­tiz und Gesell­schaft mit den bis heu­te bestehen­den Leer­stel­len die­ses Falls.

Damit legt Jeli­nek ein wei­te­res Mal den Fin­ger auf die wun­den Punk­te der deut­schen Nach­kriegs­ge­schich­te und der gesell­schaft­li­chen Auf­ar­bei­tung der NSU-Mor­de. Die Schau­spiel­stu­die­ren­den des vier­ten Jahr­gangs stel­len sich den unbe­que­men Fra­gen die­ses Falls und den Sprach­ge­wit­tern Jelineks.

Öster­rei­chi­sche Erstaufführung

Regie: Simon Wer­de­lis
Büh­ne & Kos­tüm: Noga­ti Uda­ya­na
Dra­ma­tur­gie: Anti­go­ne Akgün
Musik: Olga Pod­gais­ka­ya
Mit: Colin Joh­ner, Vic­to­ria Kraft, Joseph Lang, Vale­rie Mar­tin, Lena Ploch­ber­ger, Joy­ce San­há, Fayo­la Schön­rock, Payam Yaz­da­ni & Adri­an Weinek


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