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Rauriser Literaturtage | Eröffnung

Die Rau­ri­ser Lite­ra­tur­ta­ge sind eine seit 1971 jähr­lich statt­fin­den­de lite­ra­ri­sche Ver­an­stal­tung in der Pinz­gau­er Gemein­de Rau­ris. Heu­er über­nahm FS1 gemein­sam mit sei­nem Koope­ra­ti­ons­part­ner Show2go die tech­ni­sche Durch­füh­rung und media­le Bespie­lung der Ver­an­stal­tung. Die Lite­ra­tur­ta­ge wer­den in meh­re­ren Fol­gen auf FS1 gesendet. 

In der aktu­el­len Aus­ga­be fin­det sich die Eröff­nungs­ver­an­stal­tung aus dem Gast­hof Grim­ming. In Anwe­sen­heit von Lan­des­haupt­mann Wil­fried Has­lau­er und Bür­ger­meis­ter Peter Loit­fell­ner wur­den die Lite­ra­tur­prei­se durch Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­ter Hein­rich Schell­horn ver­lie­hen. Die Preis­trä­ger von 2019 sind Phil­ipp Weiss (Rau­ri­ser Lite­ra­tur­preis) und Kathe­ri­na Bra­schel (För­de­rungs­preis).

Über die Literaturtage

Auf­bre­chen aus Gewohn­tem – das bedeu­tet Offen­heit: neue Chan­cen, neue Per­spek­ti­ven, neue Erfah­run­gen. Viel­leicht auch einen dau­er­haf­ten Wech­sel des Wohn­orts und der Gemein­schaft, in der man lebt. 

Unse­re Welt ist dyna­mi­scher, beweg­li­cher gewor­den. Rei­sen eröff­nen die Begeg­nung mit ande­ren Kul­tu­ren, beruf­li­che Kar­rie­ren sind nicht mehr ein für alle­mal fest­ge­legt wie in frü­he­ren Zei­ten, es ist leich­ter gewor­den, den Lebens­zu­sam­men­hang zu ver­las­sen, in den man hin­ein­ge­bo­ren ist. Aber unse­re Exis­tenz ist zugleich auch unge­wis­ser, insta­bi­ler als es die Lebens­mus­ter der Ver­gan­gen­heit waren. Und wir erle­ben zuneh­mend, wie Men­schen nicht ganz frei­wil­lig ihre alten Adres­sen auf­ge­ben, in ande­re Län­der zie­hen, viel­leicht gar kei­ne neue Hei­mat mehr fin­den können. 

Nicht zufäl­lig han­deln vie­le der Bücher, die bei den Rau­ri­ser Lite­ra­tur­ta­gen 2019 vor­ge­stellt wer­den, von der Migra­ti­on, der zen­tra­len Her­aus­for­de­rung unse­rer Zeit. Und sie schil­dern, wie auch in frü­he­ren Jahr­zehn­ten bereits ein­zel­ne Bio­gra­phien und die Geschich­te gan­zer Fami­li­en vom auf­ge­zwun­ge­nen Wech­sel der Lebens­schau­plät­ze geprägt waren. So wer­den Auf-Brü­che oft buch­stäb­lich zur Ursa­che von Brü­chen in mensch­li­chen Lebens­läu­fen, zur Ver­an­las­sung, sich Situa­tio­nen exis­ten­zi­el­ler Unsi­cher­heit zu stel­len – in denen man ohne die Offen­heit der ande­ren kei­ne Mög­lich­keit erhält, die Chan­cen die­ses Neu­be­ginns tat­säch­lich zu ergreifen. 

Die Rau­ri­ser Lite­ra­tur­ta­ge befas­sen sich, wie stets aus den unter­schied­lichs­ten Blick­win­keln, auch in die­sem Jahr mit einem ambi­va­len­ten, aber gleich­zei­tig fas­zi­nie­ren­den Phä­no­men, das unse­re Gegen­wart bestimmt. 

Man­fred Mit­ter­may­er und Ines Schütz 


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